Boxsäcke haben im Allgemeinen kein sehr leichtes Leben. Deshalb ist es wichtig, bei der Anschaffung eines solchen Sportgerätes auf die Qualität zu achten. Es gibt wie bei allen anderen Dingen enorme unterschiede die sich nicht zwangsläufig über den Preis ablesen lassen. Es mag kurios klingen, aber es ist im Grunde genommen beim Kauf der Boxsäcke ähnlich dem Kauf von Schuhen. Auch da ist die erworbene Qualität nicht direkt an der ausgegebenen Geldmenge fest zu machen. Jeder hat bestimmt schon einmal die Erfahrung gemacht, dass ein Paar sehr teurer Edeltreter in sehr kurzer Zeit den Geist aufgaben. Oder schlimmer noch, kaum gekauft haben sie nicht einmal den ersten Regen überstanden, ohne die ersten Anzeichen des Verfalls zu zeigen. Im Gegensatz dazu hat man sich bei manchem Paar, welches man für billig genug hielt, um es einfach mal so zwischendurch zu erwerben noch viele Jahre später gewundert, was die Füßlinge alles mitmachen. Jedoch stellt dieser Fall die absolute Ausnahme dar, Qualität kostet eben Geld! Man möchte Meinen das Boxsäcke nicht in den Regen kommen, aber sie werden auch gerne mal getreten und das nicht nur einmal. Überhaupt fristen die meisten Boxsäcke ein weitaus härteres Leben als oben benannte Schuhe. Diese werden in der Regel nur von ein und der selben Person benutzt, ganz im Gegenteil zu den meisten Boxsäcken. Diese wiederum sind in der Mehrzahl in Einrichtungen im Dienst, wo sie geradezu einen täglich über sie hineinbrechenden Menschenstrom ertragen müssen. In Sportzentren geht man mit den in stiller Würde einsteckenden Kameraden meist recht pfleglich um. Es ist in der Regel ein Trainer vor Ort, welcher die korrekte Hand- oder eher Fausthabung erklärt. Denn auch diese von sich aus recht friedlichen Gesellen, die sich trotz ihrer Grundhaltung des passiven Widerstandes immer wieder in Schlägereien verwickeln lassen, können ernsthafte Verletzungen verursachen. Die häufigste Art der Selbstbeschädigung des Trainierenden ist das Verstauchen oder das Abknicken des Handgelenks, gefolgt von Verletzungen des Daumens. Bei einer falschen Handhaltung wird die Kraft nicht in einer geraden Linie, bestehend aus Unterarm und Faust, auf den Boxsack übertragen. Wenn das Handgelenk in irgendeiner Richtung gebeugt ist beim Schlag, bedeutet dies dass die Faust auch schief auftrifft. Das Ergebnis ist ein Abknicken der Faust beim Hieb. Unser Handgelenk ist ein von der Natur recht stabil konstruiertes Gelenk. Es kann eine Kraft, vergleichbar zu der die beim Hieb auf den Boxsack entsteht, aber nur dann vertragen wenn es diese über die gesamte Gelenkbreite verteilt. Der Daumen durch seine Position außerhalb der Reihe gefährdet. Sehr günstig ist, ihn beim Schlag an die vorletzten Glieder von Mittel- und Zeigefinger zu legen. In dieser Position versteckt er sich quasi unter der Faust, was die Gefahr eines schmerzlichen Hängenbleibens an den Boxsäcken stark vermindert. Auch wenn Boxsäcke im Heimbetrieb Benutzung finden, bleiben die Gefahren die gleichen. Hinzu kommt nur, dass in diesem Umfeld weitaus seltener ein erfahrener Trainer zugegen ist, der Techniken vermitteln kann und bei Bedarf den ein oder anderen Vorschlag zur Korrektur macht.